Erfolgreicher Schnadgang
Am Samstag, den 29. August 2026 fand der Schnadgang der drei Heimatvereine Lengerich, Brochterbeck und Ladbergen statt. Treffpunkt war der gemeinsame Grenzstein der drei Orte.
Früher war ein Schnadgang sehr wichtig. Heute kann man Grenzen ganz einfach im Computer oder auf Karten sehen. Damals aber mussten die Verantwortlichen genau hinschauen, wo Hecken oder Schneisen verliefen. Schnadgänge haben eine lange Geschichte. Früher gab es oft Streit darüber, wo genau eine Grenze verläuft. Die Menschen mussten regelmäßig nachsehen, ob Hecken, Gräben oder Wege noch richtig markiert waren.
Heute machen Heimatvereine diese Rundgänge vor allem, um die alte Tradition lebendig zu halten. Sie sind heute allerdings eher ein fröhliches Treffen, beim dem man die alten Grenzsteine besucht und miteinander ins Gespräch kommt.
Der Grenzstein, der diesmal gesucht und gefunden wurde, wurde 1989 gesetzt. Initiiert wurde das Vorhaben vom damalige Vorsitzende des Ladberger Heimatvereins, Heinz Stork. Damals wurde der Stein gemeinsam mit Heimatfreunden aus den Nachbargemeinden gesetzt. Auch diesmal kamen über 30 Heimatfreundinnen und -freunde zur Grenzbegehung.
Eine alte Tradition besagt außerdem, dass der jüngste Teilnehmer – oder jemand, der neu zugezogen ist – kräftig auf den Grenzstein gedrückt wird. So soll man sich den Ort gut merken. Dieses Mal übernahmen Günter Tierp und Diethelm Jasper-Hildebrand diese Aufgabe. Probesitzen durfte hier Matthias Ellers (zweiter stellvertretender Bürgermeister Tecklenburg).
Und wie es sich gehört: Nach einer gelungenen Grenzbegehung darf gefeiert werden. In der Gaststätte „Up de Birke“ gab es Kaffee und Kuchen. Die Lengericher Volkstanzgruppe zeigte dort sogar einige Tänze.























