Wie ein Holzbackofen ins Heimathaus einzog
Es war Freitag, der 27. Februar 2026, als auf dem Hof des Heimathauses ein großes Paket abgeladen wurde. Die Mitglieder der Backgruppe hatten schon sehnsüchtig darauf gewartet: der neue Holzbackofen. Als die Verpackung geöffnet wurde, wich die Vorfreude kurz einem Stirnrunzeln. Vor ihnen lag nicht etwa ein fertiger Ofen, sondern zwei massive Einzelteile – ein Unterteil und ein Oberteil.
Die Backgruppe machte sich sofort ans Werk. Viele Hände griffen zu. Man rückte, schob und stemmte, aber das Oberteil rührte sich kaum. „Wie viel wiegt das Ding eigentlich?“. Die Antwort sollte später noch für Staunen sorgen. Auch mit Hilfe von zwei Feuerwehrleuten, die ein wenig ihrer Freizeit geopfert hatten, um zu helfen, konnten die Teile nicht bewegt werden. Schnell war klar: Hier braucht es mehr als Muskelkraft. Aber welches Gerät hilft, wenn ein halber Ofen bewegt werden muss?
Die rettende Idee: Marc Köchling von Köchling Bedachung. Ein Anruf, eine kurze Erklärung – und die spontane Zusage. Am nächsten Morgen rollte ein Kran auf den Hof, begleitet von einem Kranführer, der so ruhig und präzise arbeitete, als würde er jeden Tag Holzbacköfen heben.
Der Kranarm schwenkte über das Dach und nahm das Oberteil an den Haken. Jetzt zeigte die Kranwaage, was am Vortag niemand so recht glauben wollte: 470 Kilogramm. Kein Wunder, dass sich das Teil keinen Zentimeter bewegt hatte.
Mit beeindruckender Leichtigkeit manövrierte der Kranführer das Oberteil an seinen Platz und setzte es perfekt auf dem Unterteil ab. Ein kollektives Aufatmen, der Holzbackofen war angekommen.
Der Heimatverein bedankt sich bei allen, die mit angepackt haben. Ein besonderer Dank gilt Marc Köchling, der uns Kran und Kranführer kostenlos zur Verfügung stellte. Ohne diese nachbarschaftliche Unterstützung wäre der Aufbau des Ofens wohl nicht so einfach von statten gegangen.








